Nackt ohne Erdöl: Mein Aufbruch in die Unternehmung 6.0
Nackt ohne Erdöl: Mein Aufbruch in die Unternehmung 6.0
Das einzige Stück Bioplastik, das ich besitze, halte ich mir gerade vors Gesicht. Im Gegensatz dazu bestehen fast alle meine anderen Gegenstände entweder aus Erdöl oder wurden mithilfe von Erdöl hergestellt. Dies unterstreicht, wie marginal Biokunststoffe im globalen Kontext noch sind: Mit aktuell weniger als 1 % der gesamten Kunststoffproduktion stehen wir erst ganz am Anfang einer gigantischen Transformation.
Diese Zahlen führen mir deutlich vor Augen, wie sehr unsere gesamte Infrastruktur und Produktwelt in ihrer jetzigen Form und Farbgebung ohne die petrochemische Industrie undenkbar wären. Wir wären, bildlich gesprochen, quasi nackt, wenn wir uns all ihre Produkte wegdenken würden.
Die große Suche: Wo ist die Alternative?
Da der Abschied von fossilen Produkten angesichts ihrer Auswirkungen auf uns und unsere Umwelt notwendig ist, frage ich mich: Wie lässt sich dieser Wandel vollziehen?
- Wie finde ich Verbrauchsgüter und Gebrauchsgegenstände – bis hin zu Plus-Energiehabitaten und einer Generationen-Infrastruktur –, die auf unbedenklichen, biobasierten Materialien basieren und dem Gestaltungsprinzip Cradle to Cradle (C2C) folgen?
- Welche Form nimmt mein nachhaltiges Konsumverhalten und Unternehmertum auf dem Weg durch die Industrie 6.0 hinein in die Ära der Industrie 7.0 an?
- Wie kann ich persönlich einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Menschheit leisten?
Mein persönlicher Nullpunkt: Das Material-Audit
Ich habe beschlossen, nicht länger nur auf die Antworten der Großindustrie zu warten. Ich möchte sie mit der Großindustrie, mit KMUs und EPUs selbst finden und anwenden. Deshalb starte ich dieses Projekt: Unternehmung 6.0.
Dieser Blog wird kein theoretisches Lehrbuch, sondern das Live-Protokoll meines eigenen unternehmerischen Weges. Ich werde meinen Alltag und meine Umgebung radikal auf den Prüfstand stellen, um die Bausteine für das große Ganze zu finden: Ich will herausfinden, wo die biologischen Alternativen versteckt sind, wo die Lieferketten der Zukunft entstehen – und wie wir dieses Wissen nutzen können, um autarke, lebenswerte Räume zu bauen.
Ich lade dich ein, mich bei dieser regenerativen Metamorphose zu begleiten. Wir werden scheitern, wir werden Lösungen finden, aber wir werden vor allem eines tun: die Wirtschaft von morgen organisch und systemisch neu denken.
Und jetzt ein Blick zu dir: Wenn du dich gerade in deinem Raum umschaust – welches ist das eine erdölbasierte Ding, das du am liebsten sofort durch eine biobasierte Alternative ersetzen würdest? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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